Hallo Leute,
ich bin seit vorgestern (Dienstag) auch "Kupferkettenträgerin"
Und weil ich nach langer Suche nach einer hormonfreien Verhütungsmethode DURCH DIESES FORUM hier

zu dem Entschluss gekommen bin, dass die Gynefix die richtige Methode für mich wäre - werde ich meinen Erfahrungsbericht hier abtippen:
Das erste Problem war nun, dass der nächste Arzt in Österreich der das macht ca. 500 km von mir entfernt ist.... Nach Deutschland zum nächsten Arzt warens immerhin noch ca. 200 km (eure Liste). Dann habe ich in der Schweiz gesucht... und man staune - da macht das fast jeder Gynäkologe. Sie kennen die Gynefix, meine Gyn in Österreich hat nur die Augen verdreht und diese Methode gar nicht gekannt!!!!
Ich habe über gynweb.ch einen Arzt in meiner Nähe gefunden (ich wohne ja nur ca. 20 km von der Schweiz entfernt) und ihm eine eMail geschrieben. Er hat gleich geantwortet und sich gewundert, dass bei uns diese Methode gar nicht so bekannt ist. Er hat auch viel Erfahrung damit und einen Termin für das Legen der Kette war auch schnell ausgemacht.
Ich bin also hingefahren, da wurde ich von der Assistentin schon erwartet. Er hat mich ganz nett empfangen und mich noch einmal befragt und informiert. Danach gings ganz flott - zuerst hat er meine Gebärmutter angeschaut und er meinte dann, dass die Gynefix für mich eine ideale Verhütungsmethode wäre. Ich hatte noch nie eine starke Regelblutung, zu Implanon-Zeiten gar keine. Mens-Beschwerden so gut wie gar keine.... Nur das Problem mit Libido-Verlust, Gereiztheit, Migräne - hormonbedingt!!!
Die "Kette" war innerhalb von 5 min gelegt und verankert. Zuerst hat er meine Scheide desinfiziert, danach ein "Betäubungsmittel" hineingespritzt (wegen den Schmerzen) - das war ein wenig unangenehm. Gleich darauf hat er das Röhrchen mit der Kette eingeführt und die Kette mit einer Drehbewegung an der Gebärmutterwand fixiert (hat sich auf alle Fälle so angefühlt). Ein kurzfristiger stechender Schmerz war zu spüren. Dann hat er noch die Lage genau überprüft - er sagte "tiptopp". Danach hat er nochmal ein Ultraschall gemacht und mir auf den Bildern gezeigt, wo die Kette zu sehen ist. Die Lage wird in 6 Wochen nochmal per Ultraschall von ihm überprüft.
Nach der Einlage habe ich ca. 2-3 Stunden ein komisches Gefühl in der Bauchgegend gehabt, aber keine Schmerzen. Vielleicht ein leichtes "Ziehen" war zu spüren. Die Regelblutung (Gynefix muss während der Periode gelegt werden, da der Muttermund da offen ist) ist schon am abklingen, jetzt darf ich 1 Woche kein Vollbad nehmen, keine Tampons verwenden und muss auf Sex verzichten.... Eine Woche halte ich das schon aus! Ich und mein Lebensgefährte sind jetzt auf alle Fälle glücklich, weil wir uns jetzt 5 Jahre keine Sorgen machen müssen. Und froh ist er auch, weil er jetzt die Nebenwirkungen von der Pille/den Hormonen nicht mehr ertragen muss! Wir haben vorher über ein halbes Jahr mit Kondomen verhüten müssen, das ist uns echt schon auf die Nerven gegangen!!
Ich habe für die Beratung, die Kette selbst, das Legen, Ultraschall, weitere Untersuchung nach 6 Wochen und das Entfernen in 5 Jahren 400,-- SFR (ca. 250,-- €) bezahlt. Das ist in der Schweiz anscheinend überall gleich teuer - die Gyns in den Kantonen müssen den gleichen Betrag verlangen - ist gesetzlich geregelt.

Danke nochmal, dass ihr mir viele Fragen nett und schnell beantwortet habt, ich werd euch auf dem Laufenden halten!!!
Bis dann, allymcbeal75