Singsing hat geschrieben:
ich finde das nicht gut, die pille danach ist so ein hormonhammer, den sollte es nur auf rezept geben. kein arzt wird sie einem verweigern, wenn not am manne ist, also warum nicht zum arzt gehn. so wird zumindest vermieden dass irgendwelche wenig aufgeklärten pupertierenden mädchen sie sich wahllos einschmeissen, wenn sie glauben es wäre nötig.
Ich habe das Gefühl, Du widersprichst Dich in Deiner Logik

Wenn sie so ein Hormonhammer ist, aber dennoch von jedem Arzt willig verschrieben wird, gibt es quasi keine "Kontrollinstanz" fürs Einschmeißen.
Dafür aber zwei unschöne Nebeneffekte:
1) Schülerinnen/Studentinnen, die knapp bei Kasse sind, können sich evtl. die Praxisgebühr nicht leisten. Und die Eltern kriegen eher etwas mit (z.B. bei Privatversicherung über die Eltern).
2) Es gibt unnötige Verzögerungen, wenn der Unfall etwa an einem Feiertag passiert und kein Arzt griffbereit. Dann ist man schnell nahe an der 72h-Einnahmegrenze und die Wirksamkeit ist nicht mehr so optimal wie z.B. bei rascher Klärung der Situation über die Notapotheke. Und es wird kein überarbeiteter Klinikarzt mehr von pubertierenden Mädels aus seiner Ruhepause geklingelt
Am sinnvollsten wäre meiner Meinung nach eine ganz genaue Instruktion aller Apotheker, die anstelle des Arztes die Art des Unfalls erfragen und vor Ausgabe der Pille danach beraten können. Am besten mit kleinem Schema-Kärtchen für z.B. "vergessene Pillen in Woche 1, 2, 3". Das können die sicherlich genauso kompetent wie die Arzthelferin, über welche diese Abschätzung i.d.R. sonst läuft.