Kardinalfehler Nummer Eins: Ärzte für Götter in weiß zu halten...
Überleg Dir, wie es weitergeht. Wenn Du erst im November zum Gyn kannst, geh in der Zwischenzeit zum Hausarzt und lass Deine Blutwerte checken. Das wurde bei Dir ja offenbar sträflich vernachlässigt. Und dann rede mit Deinem Gyn über einen Wechsel auf eine niedriger dosierte Pille. Ich guck nachher (wenn ich richtig wach bin

) mal nach dem Beleg, dass man die Diane erstens nur als Aknemedikament und zweitens nicht über einen derart langen Zeitraum nehmen sollte!
EDIT: So, Folgendes habe ich gerade auf Anhieb bei Tante Google gefunden...
Erstens: Dass Schering Mitte der 90er Jahre Glück hatte, dass man die Diane aufgrund des Verdachts, sie würde Leberkrebs verursachen, nicht vom Markt genommen hat. (Im Ausland, u.a. in den USA, ist diese Pille bereits nicht mehr zugelassen.)
>klick<
In diesem Artikel steht unter anderem auch, dass man die Diane nur bei medizinischer Indikation als Aknemedikament mit zusätzlicher verhütender Wirkung nehmen sollte:
Zitat:
Schering könne verantworten, das Mittel " Diane" in der zugelassenen medizinischen Indikation (gegen Akne und zu starken Haarwuchs, mit empfängnisverhütender Wirkung) zu belassen.
In der Open Drug Database habe ich
folgenden Artikel zur Diane 35 gefunden. Ich zitiere nur mal ein paar Stellen:
Zitat:
Deshalb sollten vor der Behandlung und während der Behandlung bei Auftreten von Anzeichen hepatotoxischer Wirkungen Leberfunktionsprüfungen durchgeführt werden.

Wie ich gesagt hatte, es wird zu regelmäßigen Kontrollen der Leberwerte geraten, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Wirkstoffkombination dieser Pille Leberprobleme (s. auch oben) hervorruft.
Auch das hier fand ich wichtig und interessant:
Zitat:
Der Nutzen einer Anwendung von Diane-35 sollte gegen die nachfolgend aufgeführten Erkrankungen/Risiken – unter Berücksichtigung des Schweregrades jedes einzelnen oder dem Aufeinandertreffen mehrerer Faktoren – abgewogen und mit jeder Patientin besprochen werden, bevor man sich zur Anwendung von Diane-35 entschliesst (siehe auch «Kontraindikationen»).
Die Patientin soll aufgefordert werden, im Falle einer Verschlechterung oder bei erstmaligem Auftreten der nachfolgend aufgeführten Erkrankungen/Risiken ihren Arzt/ihre Ärztin zu konsultieren, der/die dann über die weitere Einnahme entscheiden wird.
Vor Beginn der Einnahme oder erneuter Anwendung eines OC wie Diane-35 soll eine sorgfältige Eigen- und Familienanamnese erhoben sowie unter Beachtung der Kontraindikationen und Warnhinweise/Vorsichtsmassnahmen eine gründliche allgemeine und gynäkologische Untersuchung durchgeführt werden, um behandlungsbedürftige Krankheiten sowie Risikozustände feststellen und eine Schwangerschaft ausschliessen zu können.
Während der Anwendung empfehlen sich Kontrollen in etwa halbjährlichen bis jährlichen Abständen, wobei die Kontraindikationen (z.B. eine transitorische ischämische Attacke) oder Risikofaktoren (z.B. Familienanamnese venöser oder arterieller Thrombosen, vgl. «Vaskuläre Risikofaktoren und Komplikationen») erneut überprüft werden sollten, da diese während der Einnahme eines oralen Kontrazeptivums zum ersten Mal auftreten können.
Diese Untersuchungen schliessen im Allgemeinen Blutdruck, Mammae, Abdomen und Beckenorgane, (inkl. Cervixzytologie) und relevante Laboruntersuchungen ein.
(Hervorhebung von mir)
Besonders interessant fand ich, dass weiter unten auf der Seite PCO-S sogar als Kontraindikation für diese Pille genannt wird, weil es im Verdacht steht, die Zirkulationsverhältnisse negativ zu beeinflussen und folglich noch zusätzlich auch Thrombosen zu begünstigen:
Zitat:
Andere Erkrankungen, die mit ungünstigen Zirkulationsverhältnissen assoziiert werden, sind:
Diabetes mellitus;
polyzystisches Ovarialsyndrom;
Hui...
NOCH EIN EDIT:
Hier ist die Info mit der beschränkten Anwendezeit verlinkt
