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Tod durch Anti-Baby-Pille Yaz?

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BeitragVerfasst: 19.10.2009 - 08:35 
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Bei jeder Pille, ebenso bei jeder Schwangerschaft, ist das Thrombose- und Embolierisiko erhöht.

Und wir tun gar nichts ab. Es gibt keine festen Zahlen, dass die genannten Pillen risikoreicher sind als andere. Außerdem informieren wir jeden darüber, dass die Pille ein höheres Risiko birgt. Was sollen wir sonst tun...? Solange diese Pillen zugelassen sind, gibt es keinen Grund, zu schreien, "nehmt die nicht, die sind so gefährlich" - oder wie stellst Du Dir das vor?

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BeitragVerfasst: 19.10.2009 - 08:41 
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Also Gina ich finde du übertreibst gerade ein bisschen, so in der Richtung, wer sterben oder behindert sein will, soll doch bitte eine Pille von Bayer nehmen.

Ich nehm eine von ihnen, aber so lange die zugelassen sind und noch nichts handfestes auf den Tisch gelegt wurde, in wie weit das Risiko jetzt erhöht ist, tu ich erst mal noch gar nichts.

1. Du kannst auch bei einer anderen Pille bzw. bei einer SS eine Thrombose bekommen.

2. Das Zahlenverhältnis ist auch noch nicht geklärt, weil eben im Vergleich zu anderen Herstellern sehr viele Fraune eine Bayer Pille nehmen, also wäre auch so gesehen die Anzahl etwas höher.

3. Mehr als darauf hinweißen, dass es eventuell ein erhöhtes Risiko (wie hoch weiß kein Mensch) gibt, kann man nicht machen. Alles andere wäre zunächst Schwachsinn, als laut zu schreien:
"Nehmt eine andere Pille, sonst werdet ihr sterben..."

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BeitragVerfasst: 19.10.2009 - 08:46 
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Kurzer Nachtrag: sobald es Zahlen und Fakten gibt, werden wir diese in unsere Informationen mit einbinden. Aber auf Verdacht, bzw. auf Spekulation und die derzeitige mediale Hochpusherei des Themas - haben die sonst nix zu tun? Wahl ist vorbei, Schweinegrippe ist out... - hin, kann man einfach nichts tun. Vor allem, weil man aufpassen muss, dass Bayer einen nicht wegen Rufschädigung drankriegt, wenn wir jetzt schreien würden, nehmt von denen keine Pillen mehr... :?

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BeitragVerfasst: 19.10.2009 - 09:27 
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Und ein Satz darüber wird eine Studie bezeichnet, die besagt, dass kein nennenswertes höheres Risiko besteht..

Was soll man da bitteschön glauben? Klar muss man ein erhöhtes Risiko ernst nehmen, aber zunächst muss man doch auch erst einmal abwarten, bevor man hier groß Panik schiebt. Noch ist wirklich nichts handfestes zum Thema gesagt worden, die einen sagen so und die anderen so.

Außerdem ist selbst, wenn ein erhöhtes Risiko bestehen "würde", immer noch nicht geklärt, wie hoch es wirklich ist und vor allem, bei wem es sich am ehesten auswirken würde (Risikogruppen etc.).

Leider bleibt uns allen nichts anderes übrig als zu warten und letztendlich ist das Thema gerade so aufgebauscht, dass man hier noch gar nichts so auf die Goldwage legen sollte. Meiner Meinung nach...

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BeitragVerfasst: 19.10.2009 - 09:27 
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Verhütungscrack

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Kann gina nur zustimmen: Es gibt Zahlen und Fakten und jeder Todesfall mit der Pille ist einer zu viel.

Die Pille ist schließlich eines der meistgenommenen Mitteln und da sollte man schon vorsichtiger sein. Meine Mutter hatte mal ein Antiallergika gegen ihren Heuschnupfen, wo in den USA drei Menschen dran gestorben sind. Das Mittel kam sofort vom Markt. Bei der Pille ist erstens die Zahl der Anwenderinnen viel höher und zweitens vermutlich auch die Zahl der tödlichen Fälle inzwischen. Dennoch bleibt es auf dem Markt.


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BeitragVerfasst: 19.10.2009 - 09:33 
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Also moment mal, bevor wir hier weitersprechen.
Euch ist schon klar, dass JEDES hormonelle Verhütungsmittel ein Risiko darstellt? Sollen jetzt alle vom Markt genommen werden? Sollen dann auch die Zigaretten verschwinden, weil ja jeder an Lungenkrebs sterben wird?

Es bleibt doch jedem selber überlassen ob er raucht oder das Risiko einer Thrombose durch die Pille eingeht. Sicher ist es ein Problem, wenn die Pillen der neuen Generation ein stark erhöhtes Risiko darstellen, aber ich sags nur wieder:
Zahlen und Fakten gibt es ohne Zweifel, aber die Studien die gerade laufen sind schon mehr als lächerlich und jeder sagt was anderes.

Also ruhig bleiben und Tee trinken, mehr kann man eben noch nicht tun. Tragisch ist es ohne Worte, wenn man sowas lesen muss, aber man sollte es weder zu verkrampft sehen, noch auf die leichte Schulter nehmen. Immerhin sind schon mehrere dutzend Frauen an einer anderen Hormonzusammenstellung gestorben.

Ganz ausschalten, kann man diese Fälle eben nicht, nur wenn die neuen Pillen ein deutlich höheres Risiko darstellen, werden sie vielleicht vom Markt genommen, aber das steht ja noch in den Sternen und so lange kann man spekulieren wie man will, sicher ist hier nur, dass nichts sicher ist...

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BeitragVerfasst: 19.10.2009 - 10:05 
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Glaubhaft halte ich ehrlich gesagt keinen von beiden...;-)

Es gab auch schon verschiedene Studien von externen Instituten, die einen sagen das Risiko sei doppelt so hoch, die anderen sagen es ist fünfach so hoch, der dritte sagt wieder, da ist überhaupt kein Unterschied.

Weißt du was ich mein? So richtig glaubhaft kommt da noch keiner rüber und so lange sich die Herren noch nicht einig sind, ist es auch Schwachsinn über etwas zu speklulieren was irgendwelche Menschen mal schnell in ihrem Garagenlabor herausgefunden haben.:lol:

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BeitragVerfasst: 19.10.2009 - 19:37 
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Küken
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Najaaaa..... ganz so locker seh ich das jetzt auch nicht.. ich meine, auf der einen Seite eine Studie, die von Bayer in Auftrag gegeben bzw. finanziert wurde, besagt dass kein Risiko besteht - auf der anderen Seite zwei (scheinbar) unabhängige Studien, eine aus den Niederlanden und eine Dänische, die je einmal ein fünffach bzw. zweifach erhöhtes Risiko belegen.

Gut, da gehen die Aussagen auseinander, aber erhöht ist erhöht und das ist schlecht - schlechter als bei Pillen der zweiten Generation (denn hier wird ja nur von Pillen der dritten und vierten Generation gesprochen).
Die besagten Pillen sollen nun laut ZDF-Bericht ( http://wiso.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,18 ... .html?dr=1 ) bundes- und teils auch europaweit neu überprüft werden, und dann wird wahrscheinlich ein deutlicher(er) Hinweis bzw. eine Warnung in die PB kommen. Finde ich nicht genug, denn warum soll man sich einem höheren Risiko aussetzen, wenn es denselben Effekt (Schwangerschaftsverhütung) auch bei risikoloseren Pillen gibt? Muss ich denn unbedingt eine neuere Pille nehmen? Ist doch egal ob das Risiko nun um 50% oder 200% oder 1000% erhöht ist, oder auch nur 0,01%. Muss doch nicht sein.

Zitat:
In Großbritannien und Norwegen wurden die Antibabypillen der dritten Generation bereits vom Markt genommen. Die Schweizer Aufsichtsbehörde Swissmedic will am 21. Oktober die Ergebnisse ihrer Überprüfungen sämtlicher Antibabypillen der jüngsten Generation vorlegen. [ZDF, s.o]


Edit: Auch interessant, weil ich gerade etwas recherchiere:

Zitat:
Nun hat das britische «Committee on Safety of Medicines» (CSM) am 18. Oktober 1995 ein überraschtes Publikum nicht nur vor Gestoden, sondern auch vor Desogestrel gewarnt. Die Behörde hat damit eine Kontroverse ausgelöst, deren Ende noch nicht abzusehen ist. [...] Das CSM beruft sich auf die Resultate von drei Studien die allerdings alle noch nicht veröffentlicht sind. Es handelt sich um eine von der Firma Schering finanzierte europäische («transnationale») Studie, eine internationale Studie der WHO und um die Analyse von britischen Allgemeinpraxis-Forschungsdaten. Alle diese drei Studien lassen annehmen, dass Desogestrel- und Gestoden-haltige Kontrazeptiva im Vergleich mit anderen modernen Kontrazeptiva etwa das doppelte Thromboserisiko aufweisen.

[Quelle: http://www.infomed.org/pharma-kritik/pk08b-95.html ] (Hier ist nicht von Drospirenon
die Rede.

Interessant dabei ist erstens das Datum (1995!) und zweitens, dass eine der Studien, die wohl ein erhöhtes Risiko belegen, von Schering ist.

Von derselben Quelle, anderer Artikel: http://www.infomed.org/pharma-kritik/pk04a-09.html (vom 16. September 2009)
Hier wird das Ganze besonders gegen Ende sehr schön zusammengefasst:
Frauen ohne Pille/Hormoneinwirkung haben ein Basisrisko von 2 bis 3 Ereignisse auf 10'000 Frauenjahre.

Zitat:
Nimmt aber eine Frau die Pille, so ist nach diesen Studien ihr Risiko besonders hoch, wenn sie ein Präparat der «dritten Generation» oder eines mit Cyproteron oder Drospirenon nimmt – es ist hier mit rund 10 Ereignissen auf 10'000 Frauenjahre zu rechnen. Mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit ist dagegen das Risiko bei den Levonorgestrel-haltigen Pillen etwas kleiner. Somit ist nicht einzusehen, weshalb nicht diesen «älteren» Präparaten der Vorzug gegeben werden sollte. (Etzel Gysling)


PS: Entschuldigt, wenn euch das Thema vielleicht langsam auch die Nerven geht. Ich finde das interessant :) und ich fühle mich auch besser, je mehr ich darüber weiß, vielleicht geht das anderen auch so.

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BeitragVerfasst: 20.10.2009 - 05:51 
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Entschuldige, tiredwithjoy, aber wären Desogestrel-haltige Pillen wirklich bereits 1995 in der Tat als gefährlich eingestuft worden, dann gäbe es diese heute, 14 Jahre später, nicht mehr. Sieht man daran, dass bei echten Risikopillen (Yasmin/Yaz/Yasminelle/Aida...) jetzt schon heftigst über deren Fortbestehen diskutiert wird.

Wir können nicht sagen, nur Levonorgestrel-haltige Pillen seien empfehlenswert... das geht einfach nicht :augenreib: Was bleibt denn dann?!

Ich bin gespannt auf die Veröffentlichung der jüngsten objektiven Studien zu den Pillen der 3. und 4. Generation. Aber ich möchte erneut zu bedenken geben: in jeder Packungsbeilage steht bereits jetzt ellenlang drin, dass die Pille das Risiko für Thrombosen und Embolien erhöht und Risikogruppen die Pille nicht oder nur nach ausführlicher Rücksprache mit dem Arzt nehmen sollten. Ich stell mir das ähnlich vor wie bei den Zigarettenschachteln, wenn's noch deutlicher werden soll: Verhüten gefährdet Ihre Gesundheit / Verhüten kann tödlich sein...

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BeitragVerfasst: 20.10.2009 - 13:52 
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Inventar
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Aber gerade die Yasminelle ist in meinem Umfeld die meist genommene Pille... :shock:
Sollte ich meinen Freundinnen mal die Infos hier zukommen lassen, oder wäre das Panikmache?

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BeitragVerfasst: 20.10.2009 - 13:58 
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Also, ich nehme schon seit 11 Jahren eine Kombinationspille mit Desogestrel. Die habe ich am besten vertragen. Das antiandrogene Zeugs vertrage ich nicht.

Edit:...und meine Pille ist eine der günstigsten auf dem Markt. Supi also. :)


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BeitragVerfasst: 20.10.2009 - 14:02 
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hat sich gut eingelebt

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Luthien: Ich hab gelesen, du nimmst die Desmin 30. Wieviel kostet denn da eine 3-Montas-Packung derzeit?


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BeitragVerfasst: 20.10.2009 - 14:02 
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Das musst Du entscheiden, Devotion... :? Kannst ja mal fragen, ob sie überhaupt über Thrombosegefahr etc. unter der Pille informiert sind? Wenn sie wissen, dass sie sich da einem höheren Risiko aussetzen als Du (die Du keine Pille nimmst), dann würde ich das als ausreichend und okay abhaken. Denn bisher gibt es ja wie gesagt noch keine definitiv festen Fakten über eine ggf. höhere Gefährdung als bei anderen Pillen und ich fänd das schon zweifelhaft, wenn mir jemand käme von wegen, "deine Pille ist soooooo tödlich!!!"... :?

EDIT: @LaLuma, ich habe vor zweieinhalb Monaten für meine 6-Monats-Packung etwas über 40€ bezahlt... warum fragst Du?

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Zuletzt geändert von Luthién am 20.10.2009 - 14:09, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 20.10.2009 - 14:04 
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LaLuma hat geschrieben:
Luthien: Ich hab gelesen, du nimmst die Desmin 30. Wieviel kostet denn da eine 3-Monats-Packung derzeit?


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BeitragVerfasst: 20.10.2009 - 14:07 
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...oder auch für 6 Monate. Wäre mal interessant.


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