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Neue Pille mit natürlichem Östrogen

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 Betreff des Beitrags: Qlaira
BeitragVerfasst: 18.05.2009 - 21:49 
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Küken

Registriert: 18.05.2009 - 19:51
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Hallo

ich habe nach Informationen zu Qlaira gesucht und bin hier gelandet.

Ich möchte doch trotzdem einbischen was dazu sagen bzw. schreiben.

Natürlich gibt es eine Marketingstrategie, schließlich geht keiner von uns arbeiten ohne dafür Geld zu bekommen und auch die wollen leben.

trotzdem ist es schon eine Innovation denke ich , ob es sich dann auch durchsetzt wird sicherlich auch ein bischen am Preis liegen, der spielt heute ja durchaus eine bedeutende Rolle.

Zur Verhütung als solches reicht ein Gestagen, entweder Levonorgestrel in der Minipille (zb. Microlut) oder eben das Desogestrel in der Cerazette. Die Minipille muß man nur sehr zeitgenau mit lediglich 3h Zeitfenster täglich einnehmen und sie verhindert nur in 40-50% einen Eisprung, der Zervixschleim wird so verändert, daß die Spermien nicht durchkommen.
Die Cerazette dagegen verhindert den Eisprung sicher und das mit einem Einnahmefenster von 12 h. Ist aber auch teuerer.
Bei beiden Pillen gibt es vor allen Dingen am Anfang sehr häufig Zyklusprobleme, das heißt Schmierblutungen bis zu mehr als periodenstarken Blutungen, die man manchmal sogar behandeln muß.
Je länger man die Pille nimmt, werden diese Blutungen weniger, da die Schleimhaut in der Gebärmutter immer weniger sich aufbaut, deshalb ist ein Anfang in der Stillzeit, wo die Pillen ja auch gerne genommen werden besonders geeignet da es weniger Blutungsprobleme gibt.

Warum keine Östrogene, weil die Östrogene für die venösen! Thrombosen verantwortlich sind, die arteriellen Thrombosen werden von Östrogenen und Gestagenen beeinflußt, bei Frauen wo man ein hohes Risiko für eine venöse Thrombose hat, zb. Raucherin über 35 Jahre, Übergewicht oder genetischer Veranlagung zu Thrombosen.

Die Östrogene sind zur Zyklusstabilität enthalten, also damit es halt nur zur Periode auch blutet. Und zusammen mit dem Gestagen verhindern sie den Eisprung.

Das Estriol hat ein geringeres Risiko eine Thombose zu machen als das Ethinylestradiol (EE) und 2mg sind die übliche Dosis die man Frauen mit Wechseljahresbeschwerden verschreibt, von EE braucht es viel weniger eben weil es in der Leber die für seinen Abbau nötigen Enzyme zerstört und dadurch lange im Blut stabil vorhanden bleibt, und auch immer wieder über den Darm retour aufgenommen wird. ( Die Pille wirkt übrigens nicht bei Antibiotikagabe weil die Darmbakterien zerstört werden und dann eben EE nicht mehr oder nur ungenügend aufgenommen wird.) Man kann also die Menge nicht so vergleichen. Überhaupt hat es was mit der speziellen chemischen Struktur von EE zu tun warum es im Körper so sehr reagiert und eben viele Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und eben Nebenwirkungen und Risiken macht.
Man will die EE Dosis reduzieren oder eben umgehen, weil es Dosisabhängige Risiken gibt. Deshalb ist man ja von der 50er Pille zur 30er und zur 20er gekommen.

Leider heißt zwar auch sehr wenig EE nicht gleich kein Risiko, denn beim Evra Pflaster was ja in 24 Stunden nur 0,2 mg EE abgibt, aber leider häufiger deutlich häufiger venöse Thrombosen macht als eine 0,2 mg Pille im Vergleich. Kann man pharmakologisch alles erklären, wen es interessiert die Gerinnung ist abhängig von der AUC (Area under curve) und die ist beim Evrapslaster viel höher als bei der Pille und dem Nuvaring.

Das Estradiol das Brustkrebskisiko erhöht ist nicht so ganz richtig. Es reduziert das Brustkrebsrisiko um 30%.! wenn man es deutlich vor dem 60 Lebensjahr einnimmt, leider waren die typischen Testfrauen der USA nun aber über 60, außerdem hatten Nebenerkrankungen wie hoher Blutdruck, waren duchweg zu dick und wären Frauen die in D durchschnittlich keine Hormone bekommen hätten.

Also nur Marketingstrategie sicher nicht, kräfitg die werbetrommel rühren aber sicher.

Damit kein falscher Eindruck entsteht, Ich bin keine Verfechterin der Hormone und auch keine der Pille. Ich denke jede Methode hat Ihre Vor und Nachteile und die muß jeder mit sich selbst und seiner Frauenärztin/frauenarzt absprechen.
Eine Pille Ohne Nebenwirkungen kann es nicht geben, alles was ich nehme hat eine Wirkung.

Und das die Pillenunterschiedliche Farben haben? Wen stört es? sie werden genauso in der Reihenfolge in der Packung sein warscheinlich auch noch mit Wochentagbeschriftung, und eine genaue Anleitung was zu tun wenn an welchem zyklustag Pille vergessen, anhand der Farbe doch prima der Zyklustag zu erkennen und was zu tun dann auch. Finde ich sehr gut, wo findet man das schon? Ich verstehe nicht was daran nun so kompliziert sein soll?

7 Tage vorher Sex, manche Spermien leben halt doch noch länger, 9 Tage nachher zusätzlich verhüten, so lange brauchen wohl die verhütungsmechanismen um wieder sicher zu wirken. Und eine SIcherheitsspanne ist definitiv eingeplant, schließlich will die Firma nicht daß Frau schwanger wird.

Ob die Anzahl der Zyklen für die Pille ausreicht, zumindestens ist sie zugelassen und ich bezweifel daß die Zulassungskriterien leichter geworden sind, ob andere Pillen also mehr getestet wurden vor ihrer Zulassung?
Aber ich denke sicherlich keine Pille für jede Frau und entscheiden können wir ja immerhin selber,.

Grüße


8) :shock:


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BeitragVerfasst: 18.05.2009 - 21:51 
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Es ist aber schlicht und ergreifend VERBOTEN für rezeptpflichtige Medikamente Werbung zu machen.

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Bei dem Begriff Feminismus geht eine Schublade auf und im Zweifelsfall sitzt Alice Schwarzer drin. So sehr ich sie schätze – das ist nicht produktiv. -Thea Dorn
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BeitragVerfasst: 18.05.2009 - 22:05 
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Küken

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hallo

das sollte definitiv keine !!! Werbung sein, und es tut mir leid wenn es so angekommen ist.
Ich werde diese Pille selber sicherlich nicht nehmen. Aber ich bin gespannt wie die Erfahrungsberichte sind.


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BeitragVerfasst: 18.05.2009 - 22:10 
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Ne, entschuldige, ich hatte deinen Post ganz und gar nicht als Werbung aufgefasst.
Ich bezog mich auf das hier:
Zitat:
Natürlich gibt es eine Marketingstrategie, schließlich geht keiner von uns arbeiten ohne dafür Geld zu bekommen und auch die wollen leben.
(Hätt ich mal vorher zitieren sollen. :lol: )
Es ist natürlich nur eine Vermutung, aber ich denke das Unternehmen hätte auch weiterhin gut Geld gemacht ohne diese Pille irgendwie zusammenzuschustern und dann Millionen in eine Kampagne zu geben die so fragwürdig ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Qlaira
BeitragVerfasst: 18.05.2009 - 22:15 
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fikus239 hat geschrieben:
Das Estradiol das Brustkrebskisiko erhöht ist nicht so ganz richtig. Es reduziert das Brustkrebsrisiko um 30%.! wenn man es deutlich vor dem 60 Lebensjahr einnimmt, leider waren die typischen Testfrauen der USA nun aber über 60, außerdem hatten Nebenerkrankungen wie hoher Blutdruck, waren duchweg zu dick und wären Frauen die in D durchschnittlich keine Hormone bekommen hätten.

Diese Aussage stimmt aber nur für die WHI-Studie mit Frauen, die eine Hormonersatztherapie erhalten haben.
Bei jüngeren Frauen (besonders bei denen, die die Pille sehr lange nehmen) ist das Brustkrebsrisiko erhöht (dafür allerdings das Eierstockskrebsrisiko erniedrigt).


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BeitragVerfasst: 18.05.2009 - 22:17 
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Küken

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Ach so, da hast du sicherlich Recht

Wobei eben bei so vielen Pillenpräparaten auf dem Markt ist der Wettbewerb sicherlich hart und die Pharmaindustrie versucht alles, ob erlaubt oder verboten, selbst wenn es dann verboten wird, gelesen hat es eine Anzahl von möglichen Anwenderinnen und schon ist das Ziel erreicht.

das ist ja in soo vielen anderen Bereichen auch so, nur leider ist Schein und Sein nicht so gut erkennbar vom Einzelnen und schon garnicht wenn man sich nicht so gut auskennt. Leider geht es immer nur ums Geld und nur in 2. Linie um den Menschen.

Gruß :)


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BeitragVerfasst: 19.05.2009 - 18:37 
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Verhütungscrack
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stolzer preis mit 76 euro... :roll:

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