Kondom

Eine der am häufigsten verwendete Verhütungsmethode ist das Kondom. Es gehört zu den Barrieremethoden, die dazu dienen, wie das Wort schon sagt, eine Barriere zwischen Sperma und Eizelle zu errichten, damit die beiden nicht miteinander kuscheln…

Nebst der empfängnisverhütenden Wirkung ist diese Methode bislang die einzige, welche zusätzlich auch noch vor tödlichen Krankheiten schützen kann. Besonders zu Beginn einer Beziehung bzw. bevor sich beide Partner haben testen lassen, sollten daher Kondome grundsätzlich immer verwendet werden.

Kondome schützen nicht nur vor einer HIV-Infektion, sondern auch vor allen anderen sexuell übertragbaren Krankheiten!

Neben den “klassischen” Geschlechtskrankheiten Syphilis, Gonorrhoe, weicher Schanker und Lymphogranuloma inguinale sind u.a. die Erreger bestimmter Genitalentzündungen, Chlamydien, HIV, Hepatitis-Viren, humane Papillomaviren (HPV), Candida-Pilze, Filzläuse und Krätze sexuell übertragbar. (Quelle)

Kondome haben einen Pearl-Index von 2-12 (Quelle), ihre Sicherheit hängt im Wesentlichen von der korrekten Handhabung ab.

Diese Regeln sollte man auf jeden Fall beherzigen:

  • Haltbarkeitsdatum beachten
  • Kondome nicht im Auto, Fenstersims etc. lagern
  • Vorsicht, sobald beide nackig sind -> der berühmte Lusttropfen lässt grüßen!
  • vorsichtiger Umgang (Fingernägel, fettige Handcreme, etc)
  • das Kondom so aufsetzen, dass der Rand zum Abrollen außen ist!
  • das Reservoir (Zipfel oben) zusammendrücken, damit keine Luft darin eingeschlossen werden kann
  • keine ölhaltigen Gleitmittel verwenden!
  • Vorsicht auch bei der gleichzeitigen Anwendung von Medikamenten im Vaginalbereich (Kadefungin u.a.), da auch sie das Kondom beschädigen können
  • nachdem der Mann ejakuliert hat, nicht mehr weiterstoßen
  • nicht in der Scheide verweilen, bis ER klein ist
  • beim Rausziehen den Rand festhalten

Vorteile des Kondoms liegen auf der Hand: es ist nicht verschreibungspflichtig, man bekommt es an jeder Tankstelle oder jedem Supermarkt zu jeder beliebigen Tages- oder Nachtzeit, niemand – auch kein Arzt – muss davon erfahren. Seine Wirkung tritt sofort ein, es bedarf nicht erst dem Aufbau eines ausreichenden Schutzes wie bei hormonellen Kontrazeptiva. Außerdem greift die Verwendung eines Kondoms nicht in die natürlichen Abläufe im Körper ein.

Eigentlich klingt das perfekt… die „Nachteile“ sind jedoch nicht von der Hand zu weisen. Die Anwendung eines Kondoms bedeutet auf den ersten Blick eine Unterbrechung des Vorspiels, weil es auf jeden Fall übergestreift werden muss, bevor es zum intimen Kontakt kommt. Gleichermaßen macht es das „Drinbleiben und Kuscheln“ unmöglich, weil der Mann sich sofort nach der Ejakulation aus der Scheide zurückziehen muss. Und zuletzt – es stellt, wie es ja seine Aufgabe ist, eine Barriere dar zwischen Penis und Vagina.

Entsprechend häufig trifft man auf die Einstellung, Kondome seien lästig und würden das intensive Gefühl beim Sex vermindern. Davon spielt sich jedoch eine Menge im Kopf ab!

Wer sich bewusst macht, dass er/sie dank dieses Gummis seiner Gesundheit etwas Gutes tut bzw. sich dem zermürbenden Stress eines HIV-Tests nach einem One-Night-Stand nicht aussetzen muss, wird wohl schnell feststellen, dass Kondome soo lästig gar nicht sind. Ein lockerer, unverkrampfter, geübter Umgang mit ihnen tut sein Übriges.

Für das richtige Feeling (und auch für die Sicherheit!) ist es von zentraler Bedeutung, dass das verwendete Kondom passt. Das mag sich stupide anhören… aber jeder Penis ist anders geformt und entsprechend fühlt sich nicht jedes Kondom gleich gut an. In der falschen Schuhgröße können wir auch nicht gut laufen! Auf dieser Seite kann man die passenden Kondome auswählen. Einfach vermessen, eintragen und der Guide empfiehlt eine oder mehrere Kondomsorte/n.

Moderne Kondome lassen sich grundsätzlich gut abrollen, sind sehr dünn, ermöglichen damit ein sehr intensives Gefühl und sind in ihrer Form an die anatomische Situation angepasst.

 

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